Der Wudangstil

In China unterscheidet man zwei große Kampfkunstrichtungen: Wudang und Shaolin. Wudang, Wudangschule oder Wudangstil stehen dabei stellvertretend für die so genannten Inneren oder auch Weichen Kampfkünste: Taijiquan, Xingyiquan und Baguazhang. Shaolin steht für die Äußeren oder Harten Kampfkünste.

Der Ruhm der Kampfkunst der Wudangberge ist zurückzuführen auf seinen Begründer, den berühmten Daoisten Zhang Sanfeng, der in den Wudangbergen lebte und dort das Taijiquan entwickelte. Alle anderen Taijiquanstile entwickelten sich auf der Basis der Erkenntnisse von Zhang Sanfeng. Um Zhang Sanfeng und die Entstehung des Taijiquan rankten sich lange Jahre zahlreiche Legenden und der wahre Begründer des Taijiquan war historisch nicht nachgewiesen. In letzter Zeit werden jedoch vermehrt historische Quellen in China zutage gefördert, die Zhang Sanfeng als Begründer des Taijiquan nachweisen.
Damit erlangen die Wudangberge eine immer größere Bedeutung für das Taijiquan sowohl auf nationaler, wie auch auf internationaler Ebene und der Wudangstil erhält wieder die Bedeutung, die er in China seit jeher hatte.

Meister Tian kommt nun schon seit vielen Jahren nach Deutschland, um uns die Kunst der Wudangberge nahe zu bringen. In den Wudangbergen gilt er als einer der Hauptvertreter des Wudangstils (Xuanwu Pai) und trägt den Beinamen „Schwarzer Panther“. Wir können uns glücklich schätzen einen so herausragenden Kampfkünstler aus dieser wertvollen Tradition jährlich bei uns begrüßen zu dürfen, dessen Lebensverständnis und Persönlichkeit ganz und gar vom daoistischen Gedankengut durchdrungen ist.